Pfingsten 2010
Zweiter
Platz für die Schüler-A-Mannschaft des PSC Coburg beim 39. Deutschland-Cup auf
dem Baldeneysee in Essen
107 Mannschaften aus zwölf Nationen trafen sich am Pfingstwochenende zu einem riesigen Kanupolo-Spektakel in Essen. Auf sieben Spielfeldern kämpften ca. 800 Athleten in neun Spielklassen um den Sieg. Insgesamt fanden von Samstag früh bis Montagnachmittag 430 Spiele statt.

Zum
ersten Mal nahm das Coburger Schüler-A-Team, bestehend aus Philipp
Fischer-Dederra, Max Dressel, Isabell Grötz, Moritz Habel, Tom Schwarz, Hannah
Triebel und Leonie Wagner, verstärkt durch die Lampertheimer Mädchen, Emily
Bildat und Annika Adler, an diesem Großereignis teil. In der Spielklasse Schüler A ( Jahrgang 1996/97 ) wurden aus
14 Mannschaften drei Gruppen gebildet. Souverän setzten sich die Coburger in
der Vorrunde gegen die ersten drei Gegner durch und sicherten sich bereits am
Samstag die Teilnahme an der Zwischenrunde der besten sechs
Schülermannschaften.
Die
Begegnung am Sonntagmorgen gegen den amtierenden deutschen Vizemeister VMW
Berlin entschied über den Gruppensieg. In einem spannenden Spiel unterlagen die
Coburger knapp mit 3:4. Im ersten Spiel der Zwischenrunde verschafften sie sich
mit einem hart umkämpften 4:3 ( Halbzeit 1:2 ) gegen den 1. Meidericher KC aus
Duisburg eine gute Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale. Nach diesen
beiden ausgezeichneten Leistungen kam für die Vestestädter am späten
Sonntagnachmittag die Ernüchterung. Völlig von der Rolle präsentierten sie sich
gegen die KG List Hannover und verloren deutlich mit 3:7. Trotz dieser deftigen
Niederlage reichte es für die Coburger noch für den Einzug ins Halbfinale. Hier
mussten sie als Gruppenvierter gegen den Gruppenersten antreten. Das bedeutete,
es kam zu einer Neuauflage der Begegnung PSC gegen KG List am Montagmorgen.
Fulminant starteten die Coburger in dieses Spiel und führten zur Halbzeit 4:1.
Dann aber wurden sie von den Hannoveranern in Pressdeckung genommen. Mit dieser
Taktik erzwang die KG List in einem dramatischen offenen Schlagabtausch, der
durch viele Ballverluste auf beiden Seiten gekennzeichnet war, noch den
Ausgleich. Kurz vor Schluss fingen sich die PSC-Spieler wieder. Philipp
Fischer-Dederra konnte sich bei einem Konter entscheidend von seinem Gegner
lösen und verwandelte sicher zum 5:4. Diese Führung ließen sich die Coburger
nicht mehr nehmen. Hatten sie am Vorabend noch mit sich gehadert, da sie
aufgrund der Schlappe gegen List beinahe die Teilnahme am Halbfinale verpasst
hätten, so gingen sie nun überglücklich und stolz vom Wasser. Sie standen als
erster Finalist in einem erlesenen Feld fest.
Im
zweiten Halbfinale setzte sich erwartungsgemäß VMW Berlin gegen Meiderich
durch, sodass es zu einer Neuauflage des Vorrundenspiels kam. Im Finale nutzten
die Coburger zu viele Chancen nicht. Die Berliner zeigten sich abgeklärter und
stellten ihre diesjährige Anwartschaft auf den deutschen Meistertitel mit einem
6:2 eindrucksvoll unter Beweis. Dies trübte die Freude der PSCler nicht, denn
sie konnten mit ihrem zweiten Platz bei diesem hochkarätigen Turnier einen
großen Erfolg feiern. Und dieser Erfolg stimmt optimistisch für die diesjährige
deutsche Meisterschaft im August, die ebenfalls auf dem Baldeneysee
stattfindet.
Vorher
müssen sie sich aber noch bei der süddeutschen Meisterschaft am 5./6. Juni auf
heimischem Gewässer in Schney qualifizieren. An diesem Wochenende werden Annika
Adler und Emily Bildat wieder die Schwimmwesten des WSV Lampertheim
überstreifen und gegen ihre Coburger Freundinnen und Freunde um den Titel
spielen. Für Spannung ist gesorgt.
Klaus
Schmalenbach ( K. S. )