Paddel- und Segelclub Coburg-Schney e.V.

Pfingsten 2014
PSC-Coburg gewinnt größtes Kanupoloturnier der Welt
 
Am Pfingstwochenende fand in Essen am Baldeneysee der Deutschland-Cup statt. Mit insgesamt 446 Spielen, 113 Mannschaften und 7 Spielfeldern ist es das größte Kanupolo-Turnier der Welt. Von Samstag bis Montag kämpften Spieler unterschiedlicher Leistungsklassen um den Turniersieg. Der PSC Coburg nahm gleich mit vier Teams an diesem Großevent teil und ging nicht mit leeren Händen nach Haus.
 
Die jüngsten Franken die sich in der U16 Kategorie ihrer Konkurrenz stellten, waren Benjamin Göhl, Martin Schlosser, Tim Dressel, Ronja Dorn, Annika Knöpfel, Jule Schwarz und Anton Hilmer. Sie starteten mit einer bitteren 3:7 Niederlage gegen KCNW Berlin in das Turnier. Dem Veranstalter Rothe-Mühle Essen waren die jungen Coburger ebenfalls unterlegen (2:5). Der KKP Bergheim konnte am Ende des ersten Spieltages mit einem deutlichen 5:1 bezwungen werden. Nach einer durchwachsenen Vorrunde konnte das Team sich endlich spielerisch entfalten und erreichte mit Siegen, wie dem gegen den KCIS Taiwan (12:2) oder einem spannenden 3:2 gegen Neptun Denmark, einen wirklich guten 5. Platz. Somit steigerten sie sich im Vergleich zum Vorjahr um sensationelle 8 Plätze.
 
Die männlichen, etwas älteren Nachwuchstalente der Vestestadt starteten in der Kategorie U21 und bekamen es so mit durchwegs älteren und meist auch körperlich überlegenen Gegnern zu tun. Tom Katerfeindt, Philipp Hahnemann, Pedro Heister, Felix Cardigahn, Marvin Giebe und Maximilian Appenzeller verkauften sich, trotz teils ernüchternder Ergebnisse, überraschend gut. Die ersten Dämpfer musste die Mannschaft in den Spielen gegen das französische Ch’ti Team (1:3) und den Meidericher KC (2:5) hinnehmen. Auch die Berliner Havelbrüder konnten sich besser behaupten und schlugen die jungen Coburger mit 5:1. In der Rückrunde spielten die Coburger mit wesentlich mehr Finesse und Wut im Bauch und erkämpften sich deutlich bessere Ergebnisse (meist nur 1 Tor Rückstand). Am Ende reichte es zu einem guten 11. Platz.
 
Die Herrenmannschaft des PSC startete in der 2. Leistungsklasse und zeigte in insgesamt 7 Spielen ihr ganzes Können. Zu Anfang hatten die Coburger M. Jungmann, D. Sonnenschein, S. Giebe, L. Zeimer, C. Fabrese, R. Baumgärtner und C. Semisch es mit ungewohnter Konkurrenz zu tun. Die Mannschaften vom Tus Warfleth (8:0) und Holte Pack Tech (3:0) hatten dennoch keine Chance und wurden mit glanzvollen Spielzügen vom Platz verwiesen. Die Franken mussten sich keinem ihrer Gegner beugen und ließen die Gruppenphase als 1. Platzierter ausklingen. Mannschaften wie Niederrhein (4:3) oder Quakenbrück (5:1), die ihnen auch auf der Deutschen Meisterschaft im August gegenüber stehen werden, bekamen von den ambitionierten Routiniers aus Coburg ihre Grenzen aufgezeigt. Durch ein optisch sehr überzeugendes 5:0 gegen Wuppertal trat die Mannschaft ins Finale ein. Der Gastgeber und finale Gegner Rothe-Mühle Essen hatte ebenfalls keine Niederlagen zu verzeichnen. Ein spannendes Match kündigte sich an und bestätigte sich in den letzten 20 Minuten. Die Spieler beider Teams gaben nach drei Turniertagen ihr letztes und lieferten sich aufreibende Kleinkämpfe auf dem Feld. Doch auch die zwei Tore des Coburgers M. Jungmann konnten die Niederlage (2:3) nicht verhindern. Dennoch war die Freude über den zweiten Platz beim größten Turnier der Welt – wie im letzten Jahr – ungebrochen.
 
Die erfolgreichste und international wohl bekannteste Mannschaft des PSC mit Leonie Wagner, Hannah Triebel, Annika Adler, Emily Bildat, Stefanie Geiger, Julia Fischer und Ina Pfeiffer zeigte mit Inbrunst wie aus einem kleinen Verein in Franken eine der besten Damen-Mannschaften der Welt heranwachsen kann. Ohne Niederlage schafften sie es in einem, von Ausdauer und Spielwitz strotzenden, Durchmarsch ins Finale. Kleine Fehler und Schwachstellen wurden optimal von Mannschaftskolleginnen ausgeglichen und zu ihrem eigenen Vorteil genutzt. Spannend wurde es noch einmal im Halbfinale als eine ähnlich aufstrebende Mannschaft der Lady Birds bis auf ein Tor heran kam (5:4). Im Finale schafften sie ein spielerisch ausgereiftes 6:4 gegen die Neptun Blacktips. Zur Belohnung gönnten die erleichterten Damen ihrem Erfolgstrainer Klaus Strahlemann bei 36 Grad eine erfrischende Sekt-Dusche.
ht
 
 Leo
 
Foto1: Die Damenspielerin Leonie Wagner (in schwarz) erkämpft mit vorbildlichem Körpereinsatz den Ball im Finalspiel.
Podest
Foto2: Die Damenmannschaft (v.l.n.r.: Ina Pfeiffer, Emily Bildat, Hannah Triebel, Stefanie Geiger, Annika Adler, Leonie Wagner, Julia Fischer)
Domi
Foto3: Im Herrenfinale ging es heiß her. Herrenspieler D. Sonnenschein (in schwarz) bei einem unglücklichen Foul.


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