Teilnahme am
27. Bayerisches Kanu- Wanderfahrertreffen
in Königsdorf /Obb.
vom 3. – 6. Juni 1999
Es bestand die Möglichkeit bereits am Samstag den 29.5.99 anzureisen und eine ganze Woche Urlaub dort zu verbringen, was von den meisten der 14 Teilnehmer des PSC auch genutzt wurde.zurück homeAls Veranstaltungsort diente das Gelände der Jugendfortbildungsstätte Königsdorf, welches zwischen Königsdorf und Bad Tölz liegt.
Das weitläufige, im Wald gelegene Gelände dient normalerweise als Zeltplatz für Jugendliche. Auch während des Zeitraums des Wanderfahrertreffens waren mehrere hundert Kinder und Jugendliche in Zeltlagern auf dem Gelände untergebracht. Zusammen mit den über 430 Teilnehmern des Wanderfahrertreffens führte dies zu einer Überbelastung des einzigen auf dem Gelände vorhandenen Waschhauses. Daß dieses von den für die Kanuten bestimmten Zeltplätzen nur mit dem Fahrrad gut zu erreichen war, verschlimmerte noch die problematischen hygienischen Zustände.
Bild vom Samstag als der Platz noch ziemlich leeer war. (Kleiner Tip: Durch anklicken bekommt man die Bilder in groß;-) Auch die auf dem Gelände vorhandenen Parkplätze genügten nicht für die große Anzahl der Teilnehmer, so daß die Organisatoren dann doch das Parken auf einer Wiese zulassen mußten, obwohl dies ursprünglich vermieden werden sollte. Wieso die Parkplatzprobleme trotz Voranmeldung der Teilnehmer nicht bereits vor der Veranstaltung geklärt wurden, wird wohl ein Geheimnis der Veranstalter bleiben.
Ebenso war das zur Verfügungstellen von Stromanschlüssen für die Wohnwägen erst für Montag geplant, was etwas erstaunte, da doch angeboten wurde, eine ganze Woche Urlaub auf dem Gelände zu verbringen. Aber mit Hilfe einer Kabeltrommel konnten wir uns in diesem Fall selber helfen ;-)
Geprägt wurden die Flußfahrten besonders durch das Hochwasser, welches eine Woche zuvor in der ganzen Region zu großen Überschwemmungen geführt hatte. Daß die Organisatoren es versäumten, bei ihren Fahrtenausschreibungen vor Ort auf die Probleme durch erhöhte Wasserstände und besonders durch Treibholzansammlungen hinzuweisen, war ein weiterer negativer Punkt der Veranstaltung.
Aber trotz all der Widrigkeiten hatten wir eine erlebnisreiche Woche mit vielen schönen Flußfahrten und vor allem auch warmes und meist schönes Wetter.
Da aufgrund der großen Teilnehmerzahl Gemeinschaftsfahrten aller Teilnehmer, wie bei früheren Wanderfahrertreffen üblich, nicht möglich waren, organisierten wir unsere Fahrten selber, wobei wir mit den Paddlern aus Weiden, Bayreuth und Landshut mehrere gemeinsame Fahrten unternahmen.
Folgende Flüsse wurden von uns befahren:Sonntag: Jachen
Montag: Leitzach
Dienstag: Isar von Krün bis Vorderriß
Mittwoch: Isar von Sylvenstein nach Bad Tölz
Donnerstag: Isar von Bad Tölz bis Schäftlarn / Bruckenfischer (eine Gruppe)
Donnerstag: Leitzach (zweite Gruppe)
Freitag: Loisach
Samstag: Staffelsee (eine Gruppe)
Samstag: Ammer von Rottenbuch bis Peißenberg /Brücke Böbingen (zweite Gruppe)
Am Sonntag befuhren wir zur Einstimmung die Jachen.
Die Jachen, ein leichtes Wildwasser, ist ein Abfluß des Walchensees und nur bei Hochwasser befahrbar.
Das Hochwasser war am Sonntag allerdings schon wieder soweit zurückgegangen, daß eine Befahrung erst ab Höfen möglich war. (Wieso die Veranstalter des Wanderfahrertreffens die Jachen auch 5 Tage später noch ab Jachenau ausschrieben, war uns auch wieder unverständlich!)
Besonders im Anfangsstück blieben wir dann auch des öfteren auf Kiesbänken hängen. Im unteren Teil floß die Jachen dann zügig dahin, wobei die Hauptströmung häufig unter Büschen und Bäumen verlief, so daß man immer aufpassen mußte um nicht darunter gezogen zu werden.
Aufgrund der großen Hitze an diesem Tag beschloß unser Wanderwart gleich nach dem Aussteigen noch ein Bad zu nehmen :-)
Die Leitzach folgte dann am Montag.
Auch die Leitzach ist nur im Frühjahr oder nach längeren Regenfällen befahrbar und ist dann ein leichtes Wildwasser.
Die Leitzach befuhren wir von der Talstation der Wendelsteinbahn bis nach Leitzach.
Im oberen Teil ist die Leitzach geprägt durch viele kurz hintereinander kommende Querstufen im Flußbett, welches sich aber problemlos durchfahren ließen. Erst im unteren Teil kommen dann mehrere schöne Schwallstrecken.
Besonderen Spaß machte aber allen Teilnehmern der Sprung ins tiefe Wasser von einer ca. 4 m hohen Wehrmauer
Am Dienstag befuhren wir die Isar von Krün bis Vorderriß
Aufgrund des Hochwassers war es möglich diesen interessanten Isarabschnitt zu befahren, da die Isar immer noch wesentlich mehr Wasser führte als normal.
Am Mittwoch auf der Isar
Am Mittwoch fuhren wir nach Scharnitz, um dort die Obere-Isar zu befahren.
Dort angekommen mußten wir allerdings feststellen, daß die Isar soviel Wasser führte, daß uns eine Befahrung nicht ratsam erschien.
Zu Ende ging der Tag dann mit einem Gewitter, das bei einigen Wohnwägen die Vorzelte wegwehte und unser gemütliches Beisammensein vorzeitig beendete.
Auch am Donnerstag auf der Isar und auf der Leitzach
Am Donnerstag wurde vom größeren Teil unseres Vereins der nächste Abschnitt der Isar von Bad Tölz bis Schäftlarn befahren. Auf diesem Streckenabschnitt durchfließt die Isar die Ascholdinger und die Pupplinger Au; beide gehören zum Naturschutzgebiet Isaraue, d.h. es waren die Befahrungsregelungen zu beachten, die ein Anlanden an den Kiesbänken untersagen.
Aufgrund des hohen Wasserstandes waren auch auf diesem Abschnitt wieder recht hohe Wellen zu finden.
Eine kleiner Gruppe zog es vor, die Leitzach zu befahren, was aufgrund des zwar schon geringeren, aber immer noch ausreichenden Wasserstands gut möglich war.
Besonders der Sprung von der Wehrmauer machte wieder viel Spaß, so daß alle ihn gleich noch mal wiederholten
.
Am Freitag auf der Loisach
Am Freitag wurde die Loisach von Farchant bis Großweil befahren. Auch auf dieser Strecke waren noch die Spuren des Hochwassers zu sehen.
Am Freitagabend gab es dann Freibier für die Teilnehmer. Da das eine Faß für die vielen Teilnehmer allerdings etwas knapp bemessen war, verdankten wir es nur dem geduldigen Anstehen eines unserer jüngeren Teilnehmer, daß wir alle eines bekamen.
Am Samstag auf dem Staffelsee und der unteren Ammer
Am Samstag teilten wir uns wieder: mit den Wanderzweiern wurde der Staffelsee befahren und der BKV - Zeltplatz auf der Insel "Große – Birke" erkundet.
Die andere Gruppe befuhr die untere Ammer von Rottenbuch bis Peißenberg/Straßenbrücke nach Böbing. (Von einer Befahrung der oberen Ammer hatte man uns wegen des vielen Treibholzes abgeraten.)
Die untere Ammer präsentierte sich uns als flott dahin fließender Wildwasserfluß, der sehr viele schöne Kehrwasser bot, die zum Üben einluden.
Aber auch hier hatte das Hochwasser seine Spuren hinterlassen und hohe Treibholzstapel aufgetürmt. Mittels eines solchen Treibholzrestes verschaffte sich dann auch der Autor ein schnelles Bad in der Ammer ;-) – aufgrund der geringen Wassertiefe war das Durchführen von Schwimmbewegungen an dieser Stelle allerdings etwas problematisch. J
Und hier kommt noch ein Bild vom Aufladen der Boote - bei dem alle mitgeholfen haben. Wirklich alle?
Samstag Abend – offizieller Teil
Am Samstag Abend fand dann in einem Zirkuszelt auf dem Gelände die offizielle Abendveranstaltung statt.
Neben der Siegerehrung der bayerischen Kanupolomeister und diverser anderer Ehrungen wurde der Abend durch die Trachtenkapelle und die Volkstanzgruppe Königsdorf gestaltet.
Sonntag HeimreiseAm Sonntag ging dann bei trübem Wetter mit der Heimreise der Teilnehmer eine erlebnisreiche Woche zu Ende. (ufi)